Zusätze - Mineralsalze


Borsäure 

 

Alles begann mit einem Fachartikel über Borsäure. Eigentlich eine „Substance of very high concern“, also ein besonders besorgniserregender Stoff, für den allerdings das alte Paracelsus-Sprichwort gilt: „Die Dosis macht das Gift“. In richtiger Dosierung ist Borsäure sehr wertvoll. Für biologische Landwirtschaft zum Beispiel, weil sie viele ladwirtschaftliche Nutzpflanzen benötigen.

 

Borsäure kommt zufälligerweise auch als natürlicher Brandhemmer zum Einsatz – als Teil der Zellulosedämmung von Isocell.

 

Wir starteten ein Projekt mit der HBLA Ursprung. Mit deren Schülern haben wir ein Verfahren entwickelt, bei dem aus Zellulosedämmung wertvoller Pflanzendünger entstehen kann. Genutzt wird dabei ein besonderer Bestandteil der Dämmung: Borsäure.

 

Sie wirkt in der Dämmung als natürlicher Brandschutz. In der Landwirtschaft wiederum ist Borsäure ein bewährtes Düngemittel. Bei dem Verfahren der HBLA-Schüler wird die Dämmung bei über 500°C zu einem Kohle-Bor-Gemisch verkohlt.

 

Bor ist für viele Pflanzen ein lebensnotwendiges Spurenelement. Die in dem Gemisch enthaltene Kohle bindet über Jahrhunderte atmosphärisches CO2 und verbessert den Nährboden der Pflanzenwelt.

 

Noch gibt es allerdings keine behördliche Genehmigung. Wir sind dennoch nur einen kleinen Schritt davon entfernt, den einzigen Dämmstoff der Welt anzubieten, der nicht CO2-neutral, sondern CO2-negativ ist.

Quelle: Der Isoceller